Entdecken Sie CJD Geschichte

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1949

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Ein Schloss als neue Heimat

Im Mai 1949 kann Dannenmann als erste ständige Einrichtung das Schloss Kaltenstein in Vaihingen an der Enz übernehmen. „Leben ohne Liebe – gibt es das überhaupt?“: Unter diesem Leitsatz machen Dannenmann und seine Mitstreitenden das neue Jugenddorf in einem ersten Aufruf bekannt. „Am 1. Mai 1949 öffnet ein neues Jugenddorf sein Tun: Das CVJM-Jugenddorf ‚Schloss Kaltenstein‘ in Vaihingen/Enz, Württemberg-Baden. Davon hast du nichts gehört? Aber du weißt, wie tatkräftig der Weltbund der Christlichen Vereine Junger Männer – YMCA – unseren Kriegsgefangenen und Heimkehrern geholfen hat. Du weißt, dass dieser Verband die deutschen Arbeiter im Ausland betreut. Diese Arbeit setzen wir in unserem Lande fort im Christlichen Wohlfahrtswerk ‚Das Jugenddorf.‘“ Die ersten Bewohner wirbt er im Stuttgarter Hauptbahnhof an. Auf einem Tisch stehend, quasi als Kanzel, ruft er die heimatlosen Jugendlichen auf, mit aufs Schloss zu kommen. Und macht sich anschließend mit einigen von ihnen zu Fuß ins etwa 30 Kilometer entfernte Vaihingen auf. Aus Arnold Dannenmanns Erinnerungen:

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Das CJWD macht Schule

Im gleichen Jahr setzt Dannenmann ein weiteres seiner Projekte um: die erste Jugenddorf-Christophorusschule (JCS), im niedersächsischen Elze. Schulleiter ist Dr. Martin Freytag, der viel Erfahrung und gute Kontakte zu den Kultusministerien mitbringt. Erst 1957, mit dem ersten Abiturjahrgang, erfolgt die staatliche Anerkennung als Gymnasium in freier Trägerschaft. Hartmut Hühnerbein, ehemaliger CJD Vorstand, erklärt:

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Käthe-Dannenmann-Stiftung

Zum Andenken an seine verstorbene erste Ehefrau gründet Arnold Dannenmann in Stuttgart die Käthe-Dannenmann-Stiftung. Sie soll finanzielle Förderhilfen für begabte, sozial benachteiligte Schülerinnen und Schüler, Auszubildende und Studierende zur Verfügung stellen. Schon in den Anfängen des CJD hatte sich Käthe Dannenmann sehr engagiert für entwurzelte Kinder und Jugendliche eingesetzt, damit sie in den Jugenddörfern eine neue Heimat finden konnten. Die Ziele der Stiftung werden heute in der zwischenzeitlich umbenannten "Arnold-Dannenmann-Stiftung" weitergeführt.

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Vom Boot ins CJD

Von 1980 bis 1981 kommen viele vietnamesische Flüchtlinge, die sogenannten Boatpeople, ins CJD. Sie wohnen dort in den Jugenddörfern und gehen in die Jugenddorf-Christophorusschulen. Hartmut Hühnerbein erinnert sich:

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Mit „Zuversicht“ auf hoher See

Mit dem Jugendsegelschoner „Zuversicht“ verwirklicht Dr. Christopher Dannenmann gemeinsam mit dem an der Ostsee gelegenen Jugenddorf Eckernförde ein besonderes pädagogisches Projekt: Vom Schulbesuch ausgeschlossene Jugendliche erhalten im Segelschonerprogramm „Zuversicht“ wie auch durch das vielfältige land- und hauswirtschaftliche Ausbildungsangebot eine Alternative zu den gängigen Formen der Jugendhilfe. Das Projekt bietet neben vielfältigen pädagogischen Möglichkeiten auch besondere Erlebnisinhalte.

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Die Schöpfung Gottes bewahren: Ökoprojekte

Mitte der 80er Jahre entwickelt das CJD Neustadt an der Weinstraße das „Ökoprojekt Arbeiten und Lernen“ als Arbeitsbeschaffungs- und Qualifizierungsmaßnahme für arbeitslose Jugendliche. Die jungen Menschen engagieren sich an verschiedenen Orten in Rheinland-Pfalz im Bereich Umweltschutz, Landwirtschaft und Waldpflege. Neben der praktischen Projektarbeit qualifizieren sich die jungen Erwachsenen im theoretischen Unterricht fürs weitere Berufsleben. 

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Auch Senioren dürfen nicht verloren gehen 

Da das Konzept Großfamilie zunehmend ausgedient hat und viele Seniorinnen und Senioren zu vereinsamen drohen, gründet das CJD das Christliche Seniorenwerk Deutschlands (CSD). Dafür entwickelt das CJD verschiedene Angebote und Wohnformen für ein möglichst selbstbestimmtes Leben älterer Menschen. In diesem Zusammenhang entsteht unter anderem in Celle in Niedersachsen eine Fachschule für Altenpflege.

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Beschäftigung mit nachhaltigem Sinn

Das „Ökoprojekt Arbeiten und Lernen“ weitet sich in den neuen Bundesländern aus. Vor allem in Thüringen verhilft es in einem Zeitraum von mehreren Jahren über 300 jungen Menschen zu einem Neustart ins Berufsleben. Von den Maßnahmen profitiert letztlich auch die Umwelt – beispielsweise in Pößneck, wo die Jugendlichen gemeinsam die gravierenden Umweltschäden der ehemals größten Schweinemastanlage Europas beseitigen. Dazu Hartmut Hühnerbein:

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Eine zweite Chance

Das Justizministerium Baden-Württemberg erlässt 2003 eine neue Verwaltungsvorschrift für den Jugendstrafvollzug in freien Formen und ermöglicht damit das „Projekt Chance“ des CJD im baden-württembergischen Creglingen. Das Projekt wendet sich an sogenannte „Mehrfach- und Intensivtäter“ im Alter von 14 bis 21 Jahren, die zu einer Haftstrafe ohne Bewährung verurteilt wurden. Anstelle einer Inhaftierung absolvieren die Jugendlichen ein speziell für sie konzipiertes und zeitlich befristetes Training.

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Hilfe für Mitarbeitende in Not

Unter dem Dach der CJD Kinder- und Jugendstiftung wird die Nothilfestiftung als Stiftungsfonds eingerichtet. Seit 2011 ist sie eine selbstständige Stiftung für Personen, die infolge ihres körperlichen, geistigen oder seelischen Zustands auf die Hilfe anderer angewiesen sind oder lediglich geringe Einkünfte haben. Insbesondere gegenwärtige und ehemalige Mitarbeitende des CJD wie auch deren Familien und Angehörige möchte die Stiftung unterstützen.

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CJD Arnold-Dannenmann-Stiftung

Am 18. April 2019 wird die Käthe-Dannenmann-Stiftung in die Arnold-Dannenmann-Stiftung überführt. Diese hat die Ziele des CJD übernommen, allen jungen Menschen eine Chance zu ermöglichen, und kann sie nun als freie Stiftung erweitern. „Heute den Nächsten achten“, lautet der Leitgedanke, unter dem sich die Stiftung für hilfsbedürftige junge Menschen in Bildung, Aus- und Fortbildung einsetzt. Vorsitzende des Vorstandes ist bis heute Dr. Bettina Dannenmann.

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CJD öffnet Tür für Flutopfer

Die große Flutkatastrophe im Juli zieht eine große Schneise der Zerstörung vor allem durch das Ahrtal. Das CJD Tagungs- und Gästehaus in Bonn-Castell stellt den Betroffenen daraufhin mehrere Zimmer, notwendigen menschlichen Beistand und Hilfe zur Selbsthilfe zur Verfügung. Mehr dazu: https://www.cjd.de/spenden-stiften/sie-koennen-helfen/fluthilfe/

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Hilfe für die schwächsten der Schwachen

In Folge des Krieges in der Ukraine sind mehrere Millionen Menschen auf der Flucht. Besonders herausfordernd ist dieses Vorhaben für diejenigen, die diese Reise nicht eigenständig bewältigen können. Mit vereinten Kräften finden über 30 schwerst- und mehrfachbehinderte Kinder sowie deren Betreuerinnen und deren Kinder in den Gästehäusern des Berufsförderungswerks in Koblenz eine sichere Unterkunft. Auch an weiteren Standorten des CJD können flüchtende Menschen aufgenommen werden.

Christliches Profil

Auf Basis des christlichen Menschenbildes wertschätzen die Mitarbeitenden des CJD jeden Menschen als einzigartiges Geschöpf – mit vielen Talenten und von Gott gewollt.