Entdecken Sie CJD Geschichte

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1947

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Eine Vision entsteht: Vereinsgründung

Nach Monaten der Vorbereitung gründet Arnold Dannenmann am 25. April 1947 den Verein „Christliches Wohlfahrtswerk – Das Jugenddorf – Gemeinnütziger Verband, eingetragener Verein im Deutschen Nationalverband des Weltbundes der YMCA Genf“. Oder kurz: „Christliches Wohlfahrtswerk ,Das Jugenddorf‘– CWJD“. Zu den Gründungsmitgliedern gehören neben Dannenmanns Ehefrau Käthe auch seine Schwester Luise Horch, Gustav-Adolf Gedat, Hedwig Souchon, Eva Diekmann und Viktor von Harpe. Die Herrnhuter Tageslosung bei der Gründerversammlung ist Jeremia 31, 3: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ Aus Arnold Dannenmanns Erinnerungen:

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Ein Schloss als neue Heimat

Im Mai 1949 kann Dannenmann als erste ständige Einrichtung das Schloss Kaltenstein in Vaihingen an der Enz übernehmen. „Leben ohne Liebe – gibt es das überhaupt?“: Unter diesem Leitsatz machen Dannenmann und seine Mitstreitenden das neue Jugenddorf in einem ersten Aufruf bekannt. „Am 1. Mai 1949 öffnet ein neues Jugenddorf sein Tun: Das CVJM-Jugenddorf ‚Schloss Kaltenstein‘ in Vaihingen/Enz, Württemberg-Baden. Davon hast du nichts gehört? Aber du weißt, wie tatkräftig der Weltbund der Christlichen Vereine Junger Männer – YMCA – unseren Kriegsgefangenen und Heimkehrern geholfen hat. Du weißt, dass dieser Verband die deutschen Arbeiter im Ausland betreut. Diese Arbeit setzen wir in unserem Lande fort im Christlichen Wohlfahrtswerk ‚Das Jugenddorf.‘“ Die ersten Bewohner wirbt er im Stuttgarter Hauptbahnhof an. Auf einem Tisch stehend, quasi als Kanzel, ruft er die heimatlosen Jugendlichen auf, mit aufs Schloss zu kommen. Und macht sich anschließend mit einigen von ihnen zu Fuß ins etwa 30 Kilometer entfernte Vaihingen auf. Aus Arnold Dannenmanns Erinnerungen:

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Das erste Jugenddorf wird gebaut

Die großzügige Spende aus Amerika fließt direkt in das nächste wichtige Projekt: Mit zunächst vier Häusern entsteht in Dortmund-Oespel das erste Jugenddorf nach eigenen Plänen. Darin finden 150 Jugendliche Platz, die eine Ausbildung in den umliegenden Zechen erhalten.

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Bergbau-Jugenddörfer: die Keimzelle des CJWD Netzwerkes

Da sich das erfolgreiche Konzept schnell herumspricht, folgen Anfang der 50er Jahre noch weitere Jugenddörfer im Ruhrgebiet – unter anderem in Oberaden, Castrop-Rauxel, Gelsenkirchen und Essen. Noch bis Mitte der 1960er Jahre gibt es zahlreiche Jugenddörfer für Auszubildende im Bergbau. 

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Das CJWD wächst ...

Innerhalb der ersten vier Jahre wächst das CJWD langsam, aber stetig und umfasst 1951 bereits sieben Jugenddörfer und betreut über 500 junge Menschen.

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CJWD wird zum CJD

Das CJWD ändert seinen Namen in „CJD Christliches Jugenddorfwerk Deutschlands Gemeinnütziger Verband e.V. im Deutschen Nationalverband des Weltbundes des YMCA - Genf“. Aus Arnold Dannenmanns Erinnerungen:

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Das CJD und die Industrie

Mit dem CJD Limburgerhof in Rheinland-Pfalz entsteht das bislang größte Jugenddorf im CJD. Bis zu 600 Jugendliche wohnen hier, die meisten sind Auszubildende beim Chemiekonzern BASF in Ludwigshafen. Zusätzlich gibt es dort ein Jugenddorfzentrum für offene Jugendarbeit. Hartmut Hühnerbein erklärt:

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Die erste Dekade

Zehn Jahre nach Gründung besteht das CJD aus 28 Jugenddörfern. Zusammen mit den 1957 gegründeten Jugenddorf-Clubs für ehemalige Kursteilnehmende der sozialpädagogischen Institute erreicht das CJD pro Jahr um die 10.000 junge Menschen.

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Ein Heim für Arbeiterinnen

Im baden-württembergischen Ebersbach eröffnet das erste Wohnheim speziell für Arbeiterinnen. In einigen der Gebäude ist heute ein Teil der CJD Zentrale untergebracht.

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14.000 junge Menschen finden eine Heimat

Das CJD entwickelt sich nach wie vor prächtig. 1963 umfasst es seit Gründung bereits 43 Jugenddörfer in Westdeutschland sowie zahlreiche weitere Angebote und 68 Jugenddorf-Clubs für insgesamt 14.000 junge Menschen.

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Das CJD wächst weiter ...

Nach rund einem Vierteljahrhundert betreut das CJD inzwischen in 87 Jugenddörfern über 26.000 junge Menschen jährlich. Die Belegschaft zählt fast 2.000 Mitarbeitende in 24 Arbeitsfeldern.

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Wohlverdienter Ruhestand: Stabwechsel im CJD

Arnold Dannenmann legt das Amt als Präsident des CJD nieder und geht in den Ruhestand – zumindest offiziell. Auf ihn folgt sein Sohn Dr. Christopher Dannenmann als neuer Präsident des CJD.

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80. und 40.: zwei Jubiläen und eine große Feier

Es sind gleich zwei große Jubiläen, die im März Anlass zum Feiern geben: 80 Jahre Arnold Dannenmann und 40 Jahre CJD. Grund genug für Ministerpräsident Lothar Späth, zu Ehren des Vereinsgründers einen Empfang im Neuen Schloss in Stuttgart zu geben und so den Einsatz Dannenmanns zu würdigen.

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Das CJD in den neuen Bundesländern

Eines der ersten Jugenddörfer in den neuen Bundesländern ist das CJD Berufsbildungswerk in Gera im Osten von Thüringen. Anfang Dezember beginnt der erste Förderlehrgang mit 36 jungen Menschen mit Behinderungserfahrung. Ab da entwickelt sich der Bereich der beruflichen Bildung immer weiter, sodass zwei Jahre später ein ganzes Jugenddorf mit fast 300 Plätzen errichtet wird.

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Chancen bieten und Teilhabe ermöglichen

In Erfurt übernimmt das CJD die Trägerschaft einer Einrichtung für Menschen mit Behinderungserfahrung und baut dieses Angebot anschließend weiter aus. Heute gehören zum CJD Erfurt ein modernes Rehabilitationszentrum mit Frühförderung, eine integrative Kindertagesstätte, eine Förderschule für Schüler mit dem Schwerpunkt geistige Entwicklung, eine Werkstatt für Menschen mit Behinderung nebst angegliedertem Förderzentrum, unterschiedliche Wohnformen und ein Seniorenbegegnungszentrum.

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Krise als Chance: große Wende in der Organisationsstruktur

Nach der Wende wächst das CJD um zahlreiche Einrichtungen und Mitarbeitende an. Nicht nur für die Unternehmenskultur und das christliche Profil des CJD eine große Herausforderung, sondern auch in finanzieller Hinsicht. In der Folge gerät das Werk in eine Schieflage. Und so ist eine Umstrukturierung der Verwaltung unumgänglich: Präsidium und Geschäftsleitung werden klar getrennt, die einzelnen Jugenddörfer in Regionalgruppen zusammengefasst. 

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Ein halbes Jahrhundert CJD

50 Jahre nach Gründung zählt das CJD bereits 7.200 Mitarbeitende, die rund 90.000 Menschen pro Jahr erreichen.

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Neuer alter Besitzer von Kaltenstein

Das Schloss Kaltenstein in Vaihingen an der Enz geht an das Land Baden-Württemberg zurück. Es war eines der ersten Jugenddörfer des CJD – die Einrichtung bleibt weiterhin als CJD Kaltenstein in den Neubauten unterhalb des Schlosses bestehen.

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Über 50 Jugenddörfer

In 51 Jugenddörfern bietet das CJD umfangreiche Leistungen der Kinder- und Jugendhilfe an, davon 15 in den neuen Bundesländern. Damit erreicht das CJD jährlich 155.000 junge und erwachsene Menschen.

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Mehr als 10.000 Mitarbeitende

Rund 300 Haupteinrichtungen sind in insgesamt 16 Verbünden zusammengefasst, in denen mittlerweile mehr als 10.000 Mitarbeitende tätig sind.

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Neue Perspektive im hohen Norden

Das CJD übernimmt das Perspektiv-Kontor Hamburg mit rund 600 Mitarbeitenden. Unter dem Dach der PepKo-Gruppe vereinen sich unter anderem ein Berufsförderungswerk, ein Berufsbildungswerk sowie ein berufliches Trainingszentrum.

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Das Zusammen wirkt

Im April führt das CJD ein neues Corporate Design ein. Dazu gehören neben moderner Farbwelt und Gestaltungselementen auch der neue Claim “Das Bildungs- und Sozialunternehmen”. Mit dem zusätzlichen Slogan “Das Zusammen wirkt.” möchte das CJD das vernetzte Arbeiten und Wirken trotz dezentral aufgestellter Unternehmensstruktur vorantreiben.

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Auf gutem Grund

Im Hamburger Stadtteil Farmen wird der symbolische Grundstein für den Bildungscampus der PepKo-Gruppe gelegt. Geplant ist der Umbau zum modernen Lern- und Arbeitsort, der viel Raum für Trainings, Beratung, Einzel-, Gruppen- oder kreatives Arbeiten bieten soll. Mehr zur PepKo-Gruppe.

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Ein halbes Jahrhundert Hochleistungssport

Mit einem Festakt mit Vertretern aus Politik, Sportverbänden und Wirtschaft feiert das CJD Berchtesgaden auf dem Dürreck 50 Jahre Leistungssport im CJD. (Foto: Felix Rüdiger)

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Angriff auf das Nervensystem

Das CJD wird Opfer eines Hackerangriffs. Die IT-Abteilung des CJD reagiert schnell und kann so schwerwiegende Schäden abwenden. Trotz eingeschränkter IT-Infrastruktur können alle Angebote wie gewohnt weiterlaufen.

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Mehr Raum für Rehabilitation

Beim symbolischen ersten Spatenstich auf dem Gelände der CJD Nord Fachklinik für Kinder und Jugendliche auf Rügen nimmt die damalige Bundeskanzlerin Angela Merkel nicht nur Teil, sondern auch selbst den Spaten in die Hand. Und gibt damit den Startschuss für den Bau von insgesamt 12 Appartements, die den Patientinnen und Patienten sowie deren Eltern einen Raum für Erholung bieten sollen.

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Zukunft hat Herkunft

Der Gesamtvorstand des CJD überarbeitet gemeinsam mit der Leitungsebene die Strategie für 2023 und entwickelt sie weiter zum neuen Zielbild “CJD 2026 – Das Zusammen wirkt”. In den kommenden Jahren soll sich das CJD zu einem innovativen, kundenorientierten, modernen und zukunftsfähigen Bildungs- und Sozialunternehmen weiterentwickeln.

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75 Jahre für Bildung und Teilhabe

Am 25. April feiert das CJD seinen 75. Geburtstag. Im Rahmen des Jubiläums sind deutschlandweit zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen geplant, damit möglichst viele Teilnehmende und Mitarbeitende den Geburtstag mitfeiern können.

Entwicklung

Von der ersten Einrichtung in einem leerstehenden Kloster über Jugenddörfer im Ruhrgebiet, in Venezuela und in Ostafrika bis hin zu fast 400 Standorten und hunderten Angeboten in ganz Deutschland: eine Idee, die (was be-)wirkt!